LuCE Member Meeting
Vom 19. bis 21.09.2025 reiste Michaela Neuenkirch als Vertreterin des Vereins zum jährlichen Mitgliedertreffen der europäischen Lungenkrebsorganisationen unter dem Dach von Lung Cancer Europe (LuCE). Im wunderschönen Budapest kamen über 30 Delegierte aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen. In Workshops und Gesprächsrunden wurde diskutiert, wie die internationale Zusammenarbeit verbessert und gemeinsame Projekte in der europäischen Community vorangetrieben werden können.
Die Themen umfassten das gesamte Spektrum des Lebens mit Lungenkrebs: von der Diagnose über molekulare Testung (Mutationsanalyse) bis hin zu Therapien und verschiedenen Formen der Unterstützung im Alltag.
Ein weiterer Fokus lag auf der Frage, wie Patient*innen in Forschungsprojekten sinnvoll eingebunden werden können. Diskutiert wurde auch, wie man im eigenen Verein engagierte Mitstreiter*innen findet, sie schult und stärkt, damit sie als Patientenvertreter*innen aktiv werden können.
Außerdem wurden die Ergebnisse des 10. LuCE-Reports Dieses Jahr hatte der Bericht das Thema „Psychische Gesundheit und Lungenkrebs“. Der vollständige Bericht wurde am 18.10.2025 auf dem europäischen Krebskongress ESMO (European Society for Medical Oncology – der größte europäische Fachkongress zur Krebsmedizin) präsentiert.
Patient*innen als Partner der Krebsforschung
Nur eine Woche später fuhren Michaela Neuenkirch und zielGENau-Patientenbeirätin Alexandra Menke nach Berlin zur „nationalen Konferenz: Patienten als Partnerinnen der Krebsforschung“.
Bereits zum vierten Mal organisierten das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) dieses Treffen, das Patientenvertreter*innen und Forschende aus nahezu allen Krebsarten zusammenbringt.
Die nächste Konferenz findet vom 18. bis 20. September in Essen statt. Weitere Infos unter: indico.dkfz.de
Der Freitagnachmittag widmete sich dem Kernthema der dreitägigen Konferenz: Wie kann echte Partizipation in der Forschung gelingen? Und: Wie lässt sich eine Kultur entwickeln, in der Patient*innen auf Augenhöhe mit Forschenden zusammenarbeiten?
Es wurden erfolgreiche Beispiele präsentiert, die zeigen, dass Patient*innenbeteiligung bereits heute in verschiedenen Projekten funktioniert. Gleichzeitig stellten Fachleute Methoden vor, wie diese Zusammenarbeit weiter gestärkt werden kann.
Fokus auf Künstliche Intelligenz
Ein wichtiger Schwerpunkt der Konferenz war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Onkologie.
In mehreren Vorträgen erfuhren die Teilnehmenden:
• welche Potenziale KI für Patient*innen bietet,
• wie KI bereits in Diagnostik, Behandlung, Forschung und Prävention eingesetzt wird,
• wo Chancen, Grenzen und ethische Fragen liegen,
• und wie KI die Perspektiven von Patient*innen verändern kann.
Ein Beispiel: KI unterstützt mittlerweile die Entwicklung sogenannter Neoantigen-Therapien, die Grundlage für personalisierte Krebsimpfstoffe sein können.
Ausklang und Networking
Am Samstag und Sonntagvormittag bot die Konferenz verschiedene Workshops und Gruppenarbeiten.
Die Themen reichten von:
• Patient*innenbeteiligung auf Augenhöhe,
• Fragen der Selbsthilfe,
• ethischen Herausforderungen in der Onkologie,
• bis hin zu Zukunftsvisionen und Veränderungen in der Patient*innenbeteiligung.
In den Pausen blieb viel Raum für den persönlichen Austausch.
Michaela Neuenkirch und Alexandra Menke nutzten die Gelegenheit zum Vernetzen – auch mit den anderen Mitgliedsverbänden des Hauses der Krebsselbsthilfe, Das Patienten-Netzwerk zielGENau ist seit Anfang 2025 Mitglied.
Nach vielen Online-Treffen war dies eine wertvolle Möglichkeit, Kontakte zu vertiefen und neue Impulse mitzunehmen.