Die Studie richtet sich an neu diagnostizierte Patientinnen und Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und seltenen EGFR-Mutationen.
Was sind seltene EGFR-Mutationen?
Krebs ist leider sehr komplex. Auch eine kleine Subgruppe wie der EGFR-positive Lungenkrebs kann in sich verschiedene Varianten aufweisen. Neben den häufigen oder klassischen EGFR-Mutationen gibt es auch seltene (atypische) Mutationen, die schätzungsweise 10 bis 30 Prozent aller EGFR-positiven Tumoren ausmachen.*
Patientinnen und Patienten mit einer häufigen EGFR-Mutation sprechen in der Regel gut auf eine Therapie mit Osimertinib gut.
Bei Betroffenen mit seltenen (atypischen) EGFR-Mutationen hingegen ist das Ansprechen oft schlechter, insbesondere wenn die Erkrankung fortgeschritten ist.*
Worum geht es in der FLAURARE-Studie?
Genau hier setzt die FLAURARE-Studie an. In dieser Studie untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ob die Patientengruppe mit seltenen EGFR-Mutationen besser mit einer Kombinationstherapie versorgt werden kann als mit Osimertinib allein. Deshalb erhalten die Teilnehmenden zusätzlich zu ihrem Tyrosinkinase-Inhibitor eine Chemotherapie.
Wie läuft die Behandlung ab?
Die Patientinnen und Patienten nehmen täglich eine Tablette Osimertinib ein. Zusätzlich erhalten sie über einen Zeitraum von etwa vier Monaten eine Chemotherapie als Infusion mit Carboplatin und Pemetrexed (vier Zyklen).
Anschließend wird die Behandlung mit Osimertinib und Pemetrexed fortgeführt. Diese Therapie erhalten alle Studienteilnehmenden. Es gibt keine Zufallsverteilung und keine Placebo-Gruppe.
Wer kann an der Studie teilnehmen?
Patientinnen und Patienten dürfen noch keine Therapie gegen ihre fortgeschrittene Krebserkrankung angefangen haben (fortgeschritten bedeutet: Der Krebs hat bereits in andere Regionen des Körpers gestreut). Die FLAURARE-Studie ist eine Erstlinientherapie für Betroffene mit einer seltenen EGFR-Mutation (das heißt ausgeschlossen sind häufige Mutationen wie zum Beispiel L858R-, Exon-19-Del- oder De-novo-T790M-Mutationen).
Wo kann ich teilnehmen?
In die Studie sollen insgesamt 40 Patientinnen und Patienten aus 20 Prüfzentren in Deutschland eingeschlossen werden.
Folgende vier Studienzentren sind bereits geöffnet und nehmen geeignete Patient*innen in die Studie auf:
- Universitätsklinikum Mannheim: DKFZ-Hector Krebsinstitut, Abteilung Personalisierte Medizinische Onkologiean der Universitätsmedizin Mannheim, Ansprechpartnerin: Dr. Denise Eckert, Telefon: 0621 383 1769, E-Mail: .
- Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt: Patient*innen/ihre Behandler können sich an die Studienambulanz wenden, Ansprechpartner wäre Dr. Fabian Acker.
- Universitätsklinikum Gießen: Ansprechpartner für Klinische Studien/Studienzentrale des Zentrum Gießen/Marburg ist Dr. med. Bastian Eul.
- Vivantes Klinikum Berlin: Chefärztin Prof. Dr. Maike de Wit / Gönül Arslan Chefärztinsekretariat.
- Uniklinik Dresden: Ansprechpartner ist PI Dr. med. Felix Saalfeld:
- Niels-Stensen-Kliniken Georgsmarienhütte, Dr. Petra Hoffknecht, Kontakt über: Nicole Weimer, Telefon: 0541-502-2466 oder E-Mail: .
Sobald weitere Studienzentren folgen, werden wir die Informationen auf der Webseite, in den Gruppen und auf Social Media ankündigen.
Studienbeschreibung als PDF:
Hier kannst du eine Studienbeschreibung der FLAURARE herunterladen: Kurzdarstellung-FLAURARE.pdf
*https://www.umm.de/medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/flaurare-studie-aktuell-gestartet/