Online-Umfragen

Deine Meinung zählt!

KrebspatientInnen kommen mit Umfragen in Berührung. Entweder wollen Pharmafirmen über Marktforschungsinstitute Stimmungsbilder prüfen, etwa wie bekannt Begriffe oder Therapien sind, oder sie befragen PatientInnen, um Produkte in der Entwicklung auf sie abzustimmen. Hier wird im Vorfeld geklärt, was Patientinnen und Patienten brauchen. Diese Umfragen werden in der Regel vergütet.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Umfagen von Universitäten und Institutionen, die PatientInnen, ihre Bedürfnisse und Therapiesituationen besser verstehen bzw. verbessern wollen.

Hier stellen wir aktuelle Umfragen dieser Kategorie vor, von denen wir denken, dass es wichtig und sinnvoll ist mitzumachen.

PatientInnen, die an der Teilnahme an einer klinischen Studie interessiert sind, können in einem überregionalen, zentralen Studienregister gezielt nach einer für sie passenden Studien suchen.

Studie zur Achtsamkeitsmeditation

Viele KrebspatientInnen leiden unter kognitiven Beeinträchtigungen, die sich im Zusammenhang mit der Erkrankung und deren Behandlung entwickelt haben. Diese bestehen oft über einen langen Zeitraum und über den Therapieabschluss hinaus und wirken sich teilweise erheblich auf die Alltagsbewältigung aus und führen zu einer Verminderung der Lebensqualität, häufig auch zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit.

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird aktuell eine Online-Studie zur Achtsamkeitsmeditation bei kognitiven Beschwerden im Rahmen einer Krebserkrankung (oft fälschlich als „Chemobrain“ bezeichnet) durchgeführt.

Weltthrombosetag 2022 – Umfrage bei PatientInnen mit Krebserkrankung

An Krebs erkrankte Menschen haben ein hohes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln. Das Bewusstsein für Komplikationen und Risikofaktoren zu schärfen, ist der Schlüssel zu einer frühzeitigen Wahrnehmung von thrombosebedingten Symptomen. So kann im Ernstfall eine rechtzeitige Krankenhauseinweisung erfolgen.

Ziel der Umfrage ist es, Informationen zum Wissen über mögliche Risiken von krebsbedingten Thrombosen einzuholen. Weiterhin wird die Zufriedenheit mit den Informationen, die sie von ihren behandelnden ÄrztInnen zu diesem Thema erhalten, evaluiert.

Zur Teilnahme an der weltweiten Initiative.
Alle Patientenangaben in Zusammenhang mit dieser Umfrage werden anonym behandelt. 
Weitere Informationen zur Weltthrombosetag-Initiative.

Umfrage zu Online-Angeboten

Das Westdeutsches Tumorzentrum Essen und das NCT Heidelberg möchten herausfinden, wie LungenkrebspatientInnen zu gesundheitsfördernden Online-Angeboten stehen.

Die Online-Angebote sollen PatientInnen im Umgang mit Ihrer Erkrankung unterstützen. Weiter soll erfasst werden, wie ein Online-Angebot gestaltet sein sollte, um dieser Aufgabe nachzukommen.

Die Teilnahme ist anonym und freiwillig. Die Befragung dauert ca. 15-20 Minuten.

Link zur Umfrage

Umfrage zu Ernährung bei Krebs

Die nicht lungenkrebsspezifische Umfrage wird durchgeführt von Das Lebenshaus e. V., European Cancer Patient Coalition (ECPC) und Optimal Nutritional Care for All. Die Teilnahme ist anonym und freiwillig. Die Dauer wird mit ca. 20 Minuten angegeben.

Probleme und Herausforderungen der PatientInnen in europäischen Ländern rund um die Ernährung bei Krebs soll mit dieser Umfrage besser verstanden werden.

Weitere Infos und Link zur Umfrage

Reduct-Studie

Der offizielle Name der Studie lautet „Webbasierte Achtsamkeits- und Skills-basierte Belastungsreduktion für Patientinnen und Patienten mit Krebs: Eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie (Reduct)“. Die Studie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Hintergrund

Viele Krebserkrankte leiden unter einer Vielzahl an psychischen und körperlichen Belastungen. Häufig erfahren die Betroffenen keine psychologische oder psychoonkologische Unterstützung, da z.B. in der Nähe des Wohnortes kein Unterstützungsangebot besteht.
Mit dieser Studie wird versucht, diese Barrieren der Gesundheitsversorgung zu beseitigen. Krebserkrankte sollen im Umgang mit den krankheitsbedingten Belastungen unterstützt werden. In der Studie wird die Wirksamkeit und Kosteneffektivität eines manualisierten digitalen Trainings (Make It Training: Mindfulness- and Skills-Based Distress Reduction in Oncology) wissenschaftlich untersucht und evaluiert.

Teilnehmende Studienzentren

Die Reduct-Studie wird an sieben kooperierenden Zentren (Essen, Tübingen, Erlangen, Freiburg, Mainz, München und Leipzig) durchgeführt. Die Leitung der Studie liegt bei den Universitätskliniken Essen, Tübingen und Erlangen.

Ziel der Reduct-Studie

Ziel der Reduct-Studie ist es, die Wirksamkeit und den Nutzen des digitalen Make It Trainings zu prüfen. Dazu wird untersucht, ob ein digitales Training von Krebserkrankten als hilfreich erlebt wird. Die Besonderheit des Make It Trainings ist, dass die Patientinnen und Patienten es selbstständig durchführen. Mit Ihrer Hilfe überprüfen wir, ob so ein Online-Training in Zukunft eine Ergänzung für die Patientenversorgung sein kann. Wenn das Make It Training eine Unterstützung im Rahmen der Krankheitsbewältigung ist, können zukünftig viele Menschen von dem Make It Training profitieren.

Weitere Infos und Teilnahme
Die Studie wird voraussichtlich bis April 2023 laufen.

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